Lewis, C.S.: Überrascht von Freude, Brunnen Verlag Gießen, 2-1994.
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Kap.1: Die ersten Jahre
- Vater: leidenschaftlich, wortgewaltig, zu Zorn und Milde gleichermaßen leicht zu bewegen, lachte und weinte viel, ohne Talent zum Glücklichsein.
- Mutter: scharfer Geist, Sinn für Ironie, Talent zum glücklich sein
- Mißtrauen gegen Emotionen als etwas Unangenehmes, Peinliches, ja Gefährliches; Vater Redekunst, bester Geschichtenerzähler; mit genügend Geld sicherlich Parlamentarier geworden. Überall Bücher, aber nicht solche aus Elfenland, wie Lewis sie später selbst liebte. Bruder als Verbündeter
- Keine Erfahrung von Schönheit außer
- dem Spielzeuggarten seines Bruders (Keksdose mit Moos) S.26
- Zum Schreiben trieb Jack manuelle Ungeschicklichkeit und die Zeit mit seinem Bruder (Tiere in Kleidern und Indien, Lokomotiven, Dampfer)
- Erst mit Büchern von Beatrix Potter Schönheit
- Nächstes Sehnen mit dem Text: "Ich hörte eine Stimme: Balder der Schöne ist tot, ist tot..."
- Den Erlebnissen gemeinsam: Es ist ein unerfülltes Begehren, das an sich schon begehrenswerter ist als jede andere Erfüllung = Freude (JOY)
- Tod der Mutter, wodurch Entfremdung zu Vater zunahm, Gebet als Zauberkasten, hatte aber einfach nicht funktioniert, normal religiös aufgewachsen.
- Mit dem Tod der Mutter verschwand alles gefestigte Glück, alles Ruhige und Verläßliche aus meinem Leben.
Kap. 12: Gewehre und gute Kameradschaft
- Ende des Wintertrimesters 1916 ging er nach Oxford, um sein Stipendiatenexamen abzulegen. Lewis wollte zu diesem Zeitpunkt schon ausschließlich Hochschullehrer werden. Gleichgültigkeit in Bezug auf sein (sehr gut bestandenes) Examen, da er wußte, daß er zum Militär muß: "daß es von einem jungen Infanterieoffizier verrückt gewesen wäre, Besorgnis an etwas so Hypothetisches wie sein Leben nach dem Krieg zu verschwenden."
- Prüfung in der Halle des Oriel College. Er vermutet, daß er in den rein klassischen Sprachen von vielen seiner Rivalen ausgestochen wurde und auf Grund seines Allgemeinwissens und seiner Dialektik durchkam. Das Universitiy College hatte schließlich ihn ausgewählt.
- Trotzdem noch das "Responsions"- Examen mußte er bestehen. Er fiel durch (Mathematik!).
- Trotzdem im Sommersemester 1917 Umzug ins College. Durch seinen Militärdienst wurde ihm das Responsions- Examen erlassen.
- Zu der Zeit = College ein Krankenhaus in den Händen des Royal Army Medical Corps.
- Dann kam die Armee. Konnte aber in Oxford bleiben im Kadettenbataillon, das sein Quartier im Keble College hatte.
- Normale Grundausbildung
- Als Second Lieutenant in die Somerset Light Infantry abkommandiert.
- An seinem 19. Geburtstag (1917) kam er an der Front an.
- Zum Großteil in den Dörfern vor Arras - Fampoux und Monchy.
- Im April 1918 am Mt. Bernenchon in der Nähe von Lillers verwundet.
- Militär eine lästige Notwendigkeit (i. Unterschied zu Wyvern = angebliches Vergnügen) à Das eine führt zu Kameradschaft und sogar (wenn es sehr intensiv ist) zu einer Art Liebe zwischen den gemeinsam Leidenden; das andere zu gegenseitigem Mißtrauen, verstecktem Zynismus und nagendem Groll.
- Vorgesetzten fand Lewis viel besser als die Bloods von Wyvern.
- Aber auch sein Gesicht hatte sich verändert. "Jenes "Gesicht", von dem man mir oft sagte, ich solle es "nicht machen", war offenbar von alleine verschwunden - vielleicht, als ich Phantastes las."
- In der Mitte des Winters wieder im Lazarett ("Grabenfieber") für 3 Wochen. Dort las er zum erstenmal einen Band Essays von Chesterton. "Ich verstehe bis heute nicht ganz, wie er mich so schnell erobern konnte. Man hätte erwarten sollen, daß mein Pessimismus, mein Atheismus und mein Haß auf Gefühle ihn unter allen Autoren am wenigsten dazu tauglich machen würden, mich anzusprechen. Es scheint fast so, als könne die Vorsehung oder eine "sekundäre Ursache" von sehr obskurer Art unsere bisherigen Vorlieben vollkommen überrennen, wenn sie beschlossen hat, zwei Geister zusammenzubringen. [...] Ich mußte nicht akzeptieren, was Chesterton sagte, um es zu genießen."
- "Als ich Chesterton las, hatte ich, wie bei MacDonald, keine Ahnung, worauf ich mich damit einließ. Ein junger Mann, der Atheist zu bleiben wünscht, kann nicht vorsichtig genug in seiner Lektüre sein. Überall lauern Fallen - "aufgeschlagene Bibeln, Millionen Überraschungen", wie Herbert sagt, "feine Netze und Finten". Gott ist, wenn ich das sagen darf, sehr skrupellos.
- Auch im eigenen Bataillon wurde er angegriffen: ein gewisser Johnson (gefallen). "Bei ihm fand ich eine dialektische Denkschärfe, wie ich sie bis dahin nur bei Kirk erlebt hatte, jedoch gepaart mit Jugend und Spontanität und Lyrik." So ähnlich wie Lewis im Alter hatte er Prinzipien, die er selbstverständlich nahm. Das erschreckte Lewis. "Zum ersten Mal seit meinem Abfall ging mir der Gedanke durch den Kopf, daß die strengeren Tugenden (also nicht Freundlichkeit, Freundestreue, Großzügigkeit in Gelddingen..) eine gewisse Bedeutung für mein eigenes Leben haben könnten."
- Armee der Kriegszeit: Er begegnete dort sowohl der Welt als auch der großen Göttin Unsinn.
- "Der Krieg selbst ist so oft von jenen geschildert worden, die mehr davon gesehen haben als ich, daß ich hier nur sehr wenig darüber sagen werde."
Kap.13: Der New Look
- Situation: Jack kommt aus dem Krieg:
- Todeserfahrung
- Lektüre von Bergson: Von ihm lernte ich, Energie, Fruchtbarkeit und Vorwärtsdrängen zu
- genießen; die Lebenskraft, die Triumphe, ja die Anmaßung aller wachsenden Dinge.
- S.240
- Lernte durch A.K.Hamilton Jenkin, alles zu genießen, selbst Häßliches. Zweiter Freund = Owen Barfield, beide anständige, moralisch wertvolle Menschen.
- Seit Oxford intellektueller New Look S.244
- Bekanntschaft mit Geistlichem, der nicht mehr glaubte und Ewigkeit aus Egoismus wollte:
- Alle Gedanken mußten sich beschränken auf diese Welt, in der wir die Freude unsres Lebens finden oder nirgendwo.
- Freundschaft mit okkult belastetem Mann, der dabei war, wahnsinnig zu werden.
- Also bleibe auf ausgetretenen Pfaden, dann passiert Dir nichts.
- Auseinandersetzung mit Psychologie "Phantasie und Wunschdenken", im Gegensatz zu literarischer Imagination
- Anstatt nun den Götzendienst (Imagination der Freude) zu bereuen, meidet er Bilder,
- Romantik...
- Beunruhigend Bergson, durch den die notwendige Existenz klar wurde, was zuerst natürlich mit dem Universum und nicht mit Gott verbunden war.
- Allgemein stand Jack über allem; Zitat Freude S.248.
- Harwood und Barfield nahmen die Lehren Rudolf Steiners an und wurden Anthroposophen. Schock, nachdem Wissen über Inhalte, Abscheu und Verärgerung: Götter, Geister, Leben nach dem Tod und Präexistenz, Initiationsriten, okkultes Wissen, Meditation à alles, was er früher anziehend fand.
- Gegensatz zu New Look
- Mit Barfield jahrelanger großer Krieg: kurzer Prozeß mit chronologischem Snobismus (dem unkritischen Annehmen des intellektuellen Klimas).
- Überzeugung, daß bisher vertretene Standpunkte keinen Raum für eine befriedigende Erkenntnistheorie zuließen
- S.251
- Abstraktes Denken zur Wahrheit führende moralische Urteile gültig und Ästhetische Erlebnisse wertvoll, Zugabe, daß der Geist eine nachträglich aus dem Universum hervorgegangene Begleitererscheinung war, daß das Universum letzten Endes geistig war, unsere Logik die Teilhabe an einem kosmischen Logos war.
- Begriff des Absoluten, quasi Religion, die Einbahnstraße war, da keine Agape daraus floß Positiv an der Sache: Es ist wichtiger, daß der Himmel existiert, als daß irgend jemand von uns hineinkommt
Kap.14: Schachmatt
- Sommer 1922 Greats - Examen
- Aber keine Stelle für Philosophen, also ein viertes Jahr in Oxford für Englisch.
- Großer Krieg mit Barfield hatte um diese Zeit wohl bereits begonnen.
- Gleich nach Eintritt in den Fachbereich Englisch ging er in George Gordons Diskussionsseminar. Neuer Freund dort gefunden: Nevill Coghill.
- Bald mußte Lewis die schreckliche Entdeckung machen, daß der in jenem Seminar offensichtlich intelligenteste und bestinformierte Mann ein Christ war und durch und durch an die übernatürliche Welt glaubte.
- Barfield begann Lewis chronologischen Snobismus umzustürzen; Coghill versetzte ihm einen weiteren Stoß.
- Hier fiel ihm auf, daß ihm alle Literaten, die diese "Marotte mit dem Christentum hatten", ihm am besten gefielen, die meiste Tiefe besaß i. Gg. zu den anderen.
- "Der Beunruhigendste von allen war George Herbert. Hier wie ein Mann, der mir alle anderen Autoren, die ich je gelesen hatte, darin zu übertreffen schien, die Qualität des Lebens auszudrücken, wie wir es tatsächlich von Augenblick zu Augenblick leben; doch anstatt das direkt zu tun, bestand der elende Kerl darauf, es durch die "christliche Mythologie", wie ich sie damals noch genannt hätte, zu vermitteln." (257) Sein Ergebnis: "Christen haben unrecht, aber alle anderen sind Langweiler."
- "Die Implikation all dessen - daß nämlich etwas, das ich und die meisten Studenten ohne außergewöhnliche Mühe meistern konnten, für Plato, Dante, Hooker und Pascal zu schwierig gewesen sein sollte - kam mir damals noch nicht absurd vor."
- Vater mit aller Tapferkeit (ja Heiterkeit) seine letzte Krankheit auf sich genommen
- Bruder zu jener Zeit in Schanghai
- Begann dann an der Englischen Fakultät zu lehren.
- Zwei neue Freunde, beides Christen, die ihm später halfen, den letzten Zaun zu übersteigen: H.V.V. Dyson und J.R.R. Tolkien. Tolkien war Papist und Philologe.
- Hatte den Realismus fallen gelassen.
- Der New Look war einigermaßen lädiert.
- Der Chronologische Snobismus war ernsthaft ins Wanken geraten.
- "Auf dem ganzen Brett standen meine Figuren in den unvorteilhaftesten Stellungen. Bald konnte ich mir nicht einmal mehr die Illusion machen, die Initiative läge bei mir. Mein Gegner begann mit seinen abschließenden Zügen."
- Der 1. Zug: die letzten Überreste des New Looks waren vernichtet.
- Der zweite Zug: Auf der intellektuellen Ebene. (261) Man kann seine inneren Vorgänge nicht gleichzeitig genießen und betrachten (Wenn ich meine Furcht betrachte, muß ich vom "genießen" des Objektes, das die Furcht bewirkt ablassen und meine Blickrichtung ändern.)
- "Diese Entdeckung (262-263) warf ein neues Licht zurück auf mein ganzes Leben. Ich erkannte, daß all mein Warten und Lauern auf die Freude, all meine vergeblichen Hoffnungen, irgendeinen Geistesinhalt zu finden, auf den ich sozusagen meinen Finger hätte legen und sagen können "Das ist sie", ein sinnloser Versuch gewesen war, das Genossene zu betrachten."
- Der 2. Zug: Alexanders Space, Time, and Deity = seine Theorie über "Genuß" und "Betrachtung"
- Bsp. Tisch/ Bsp. Trauerfall
- Diese Unterscheidung schwere Konsequenzen für Lewis
- eine wesentliche Eigenschaften von Liebe, Haß, Furcht oder Begehren = die auf deren Objekt gerichtete Aufmerksamkeit
- Bsp. Frau
- Auf das eigene richten: "man kann seine inneren Vorgänge nicht gleichzeitig genießen und betrachten."
- Bsp. Hoffen
- "Doch wenn das stimmte, folgte daraus, daß alle Innenschau in einer gewissen Hinsicht irreführend sein mußte."
- Stillstand
- Zum Bewußten und Unbewußten: 3 Arten zu unterscheiden: Das Unbewußte, das Genossene und das Betrachtete.
- "Ich erkannte, daß all mein Warten und Lauern auf die Freude, ein sinnloser Versuch gewesen war, das Genossene zu betrachten."
- Die Bilder oder Empfindungen = waren die geistige Spur, die der Durchzug der Freude hinterlassen hatte.
- "Doch ein Begehren richtet sich nicht auf sich selbst, sondern auf sein Objekt. Und nicht nur das, sondern es verdankt auch seinen ganzen Charakter diesem Objekt."
- Der 3. Zug: diese neue Begriffserklärung über die Freude verband sich mit seiner idealistischen Philosophie.
- Wir Sterblichen = Erscheingungen des Absoluten. "Insoweit wir überhaupt tatsächlich sind, haben wir sozusagen eine Wurzel im Absoluten, das ja die letzte Wirklichkeit ist."
- Der 4. Zug: Lehrte nun auch Philosophie. Doch das Absolute kann man nicht deutlich machen."
- Hegel u. Bradley
- Berkeley: Füllte nicht Berkeleys "Gott" alle Funktionen des Absoluten aus?
- Unterschied diesen philosophischen "Gott" sehr scharf von dem "Gott der populären Religion" à persönliche Begegnung sei ausgeschlossen s. Hamlet und Shakespeare
- Nannte diesen Gott noch "Geist"
- Anfang 1926: saß dem hartgesottensten Atheisten gegenüber, der bemerkte: "Komische Sache! Dieses ganze Zeug von Frazer über den sterbenden Gott. Komische Sache. Es sieht fast so aus, als wäre es einmal tatsächlich geschehen." à Wenn er schon nicht gefeit war, wie dann Lewis?
- Fahrt mit dem Bus
- Erschütterung auf der imaginativen Ebene. Schneemann, Fuchs, Meute
- "Der Weg, diese universale und objektive Sicht zurückzugewinnen und nach ihr zu handeln, bestand darin, sich täglich und stündlich an unser wahres Wesen zu erinnern, in jenen Geist wieder aufzusteigen oder zurückzukehren, der wir immer noch waren, insofern wir überhaupt tatsächlich waren."
- à Das mußte nun in die Tat umgesetzt werden.
- Er wollte also all seine Taten, Wünsche und Gedanken in Harmonie mit dem universalen Geist bringen.
- "zum ersten Mal erforschte ich mich mit einer ernsthaften, praktischen Absicht: verheerender Zustand.
- Schaffte es nicht: Zuflucht zu diesem Geist à Gebet.
- Selbst wenn seine Philosophie richtig wäre, wie könnte die Initiative auf meiner Seite liegen? à Shakespeare und Hamlet
- Sein Gegner überging diesen Punkt und sagte nur: Ich bin der Herr; Ich bin der, der ich bin; Ich bin.
- Keine Einmischung in seine Angelegenheiten
- Leiden fernhalten - als Glück zu suchen
- Durch seine Tugend nicht in eine unerträglich schmerzhafte Lage bringen lassen; "Ich würde vernünftig bleiben."
- S.274 Zit.: "Im Trinity Term 1929 lenkte ich ein und gab zu, daß Gott Gott war, und kniete nieder und betete; vielleicht in jener Nacht der niedergeschlagenste und widerwilligste Bekehrte in ganz England."
Kap. 15: Der Beginn
- Die bisherige Bekehrung war lediglich eine Bekehrung zum reinen Theismus, nicht zum Christentum.
- "Es galt, Gott zu gehorchen, einfach weil er Gott war. Schon vor langer Zeit hatte er [Gott] mich durch die Götter von Asgard und später durch den Gedanken des Absoluten gelehrt, wie man etwas nicht wegen der Dinge verehrt, die es an uns tun kann, sondern auf Grund dessen, was es in sich selbst ist." (S.276f.)
- Lewis ist dann als Theist regelmäßig in seine Pfarrkirche gegangen mit der Annahme, daß der Kirchgang einem notwendigen Bekenntnis nach außen entspricht, nicht etwa weil er ans Christentum geglaubt hätte: "So war mein Kirchenbesuch eine rein symbolische und vorläufige Praxis." (S.280) Nach Lewis hat er ihn möglicherweise unbewußt auf dem Weg zum Christentum begleitet oder ihn dem Christentum gar nähergebracht.
- Ausschlaggebend war aber auf dem Weg zum Christentum sein Weggefährte Griffith (dem wohl auch die Buchwidmung gilt).
- Nachdem er an Gott glaubte, schloß er ganz mit Gedanken über das Unreligiöse ab: "Der Gott, den ich endlich anerkannt hatte, war Einer, und er war gerecht. Das Heidentum war nur die Kindheit der Religion gewesen oder nur ein prophetischer Traum." (S.281)
- Die Frage nun, aus welcher Religion das Heidentum reifte, beantwortet Lewis folgendermaßen. Das Reifen des Heidentums konnte nur entweder im Hinduismus oder im Christentum stattgefunden haben, weil "man , was immer man woanders fand, in einer dieser Religionen finden konnte" (S.281).
- Doch wurde der Hinduismus ausgeschlossen durch a) seine fehlende Reife in und fehlenden Verbundenheit mit der Philosophie und Moral und b) seines fehlenden historischen Anspruches wegen.
- Achtung: Der Umgang hier mit dem Heidentum mag etwas entfremden, erklärt sich aber aus der Entwicklung und dem Denken Lewis. Dies werde ich bei der Bearbeitung genauer ausführen.
- Er näherte sich nach diesen Gedanken Schritt für Schritt dem Christentum, auch wenn er sich dagegen sträubte. "Jeder Schritt, den ich getan hatte, vom Absoluten zum "Geist" und vom "Geist" zu "Gott", war ein Schritt zum Konkreteren, Unmittelbareren und Zwingenderen gewesen." (S.283)
- Über den letzten Schritt kann er in Hinblick auf seine Qualität nichts mehr sagen, nur wann er ihn gegangen ist:
- "Eines sonnigen Morgens wurde ich nach Whipsnade gefahren. Als wir aufbrachen, glaubte ich nicht, daß Jesus Christus der Sohn Gottes sei, und als wir den Zoo erreichten, glaubte ich es. Dabei hatte ich die Fahrt eigentlich nicht mit Denken zugebracht." (S.283)
Kap. 2: Konzentrationslager
Sein Vater war lange Zeit als Ankläger tätig
Sept. 1908: Schulbeginn in England/ Hertfordshire in einem Internat. Allerdings katastrophale Zustände dort, trotz der Grausamkeiten des Lehrers lernten die Jungs dort kaum etwas: Ein Vorteil gab es aber doch, denn er zwang sie zu logischem Denken durch seine (wenn auch grausam gehalten) Geometriestunden.
"und das wahre Bild seines Konzentrationslagers kann er nicht zeichnen, ohne einzugestehen,..."
Lewis lernte dort, wenn nicht die Freundschaft, so doch die Kameradschaft kennen.
Ein Muster wiederholt sich: in schlechten Zeiten das Zusammenrücken der wenigen (Lewis u. sein Bruder; Lewis u. seine wenigen Mitschüler) à ein Vision seiner Welt geht ihm bis in seine Gegenwart am leichtesten ein: wenige ("wir wenigen Glücklichen") gegen eine größere Macht
"Daher habe mir Bekanntschaften oder lose gesellschaftliche Kontakte von jeher wenig bedeutet, obgleich die Freundschaft für mich die wichtigste Quellen des Glücks war; und ich kann nicht ganz verstehen, warum ein Mensch sich wünschen sollte, mehr Leute zu kennen, als er sich zu echten Freunden machen kann."
"Oldies Frau starb... Sie erinnern sich, daß ich bereits gelernt hatte, Emotionen zu fürchten und zu hassen; dies gab mir weiteren Grund." (S.46)
Das WICHTIGSTE: "Dort wurde ich zum ersten Mal wirklich gläubig."
Das Werkzeug dazu war die Kirche (2mal am Sonntag). eine hochkirchliche ‚anglo-katholische' Gemeinde; Abneigung da Protestant; aber: die Kerzen, der Weihrauch, die Roben, die auf Knien gesungenen Choräle übten unbewußt beträchtliche Wirkung entgg. diese Abneigung aus; das Entscheidende war aber: "Ich hörte hier die Lehren des Christentums, vorgetragen von Männern, die offensichtlich daran glaubten"; "Da keine Skepsis in mir war, erweckte das in mir die Dinge zum Leben, von denen ich schon vorher gesagt hätte, daß ich sie glaubte"; "Bei dieser Erfahrung spielte Furcht eine große Rolle"; "Doch falls ich zuviel in meinen Büchern über Hölle gesagt haben sollte,...(S.46) à Grund im Anglo-Katholizismus: "Ich fürchtete um meine Seele."(S.47)
"Soweit ich es beurteilen kann, war es eine ausschließlich heilsame Wirkung. Ich fing an, ernsthaft zu beten, meine Bibel zu lesen und, so gut ich konnte, meinem Gewissen zu gehorchen."
Für meine intellektuelle Entwicklung war die Zeit bei Oldie fast völlig vergeudet."
"Auch mein imaginatives Leben befand sich im Niedergang." à "Wenn ein Junge von Kinderliteratur zu Schulgeschichten übergeht, ist das ein Abstieg, kein Aufstieg."(S.48)
Was er jedoch dort auch entdeckte war die Sciencefiction. "Ich darf vielleicht hinzufügen, daß meine eigenen Planetenromane nicht so sehr eine Befriedigung dieser wilden Neugier waren als vielmehr deren Austreibung."(S.49)
"Ich glaube allen Ernstes, daß mir durch diese Erinnerungen [Ferien - Trimester] das Glaubensleben leichter fällt. In Zeiten des Sonnenscheins und ... . Wir haben gelernt, die gegenwärtigen Dinge nicht für bare Münze zu nehmen."(S.50)
"Unsere leichte Entfremdung von unserem Vater nahm unmerklich zu. ... Deshalb verließ er sich ganz auf seine Zunge als Instrument der häuslichen Disziplin. Und hier führte jener fatale Hang zur Dramatik und zum Rhetorischen (von dem ich...) zu einem ebenso bemitleidenswerten wie komischen Ergebnis."(S.51)
"Was daraus wurde (aus des Vaters Strafpredigten), war, daß ein kleiner Junge, der ..., (S.52) sich einer rhetorischen Attacke wie der von Cicero auf Catilina ... gegenübersah."
Mein armer Vater vergaß, während er sprach, nicht nur das Vergehen, sondern auch die Fähigkeiten seiner Zuhörer. Alle Schätze seines unermeßlichen Vokabulars strömten hervor. ... Etwas Schlimmeres (als die rhet. Reden) hätte er kaum tun können." (S.53) "Alle Geborgenheit schien mir genommen zu sein; ich hatte keinen festen Boden mehr unter den Füßen." ... "Diese Wirkung hatte die Rhetorik meines Vaters auf mich bis zu einem gewissen Alter; danach wandelte sie sich ganz plötzlich in Lächerliche."
(S.54) beherrschend zu Hause war die Abwesenheit des Vaters: "Alles rief dazu auf, ein Leben zu entwickeln, in dem es keine Berührungspunkte mit unserem Vater gab."
(S.55) "In jenem Alter konnte ich natürlich noch nicht erkennen, was für ein guter Kamerad er (für einen Erwachsenen) war... . Ich badete einfach darin wie im Sonnenschein."
"Und während der ganzen Ferienzeit war da die schiere sinnliche Freude, zu Hause zu sein, die Freude am Luxus - an der ‚Zivilisation', wie wir es nannten.
Es folgen: Nachbarn, Freunde, Verwandte.
Kap.3: Mountbracken und Campbell
Familie Mutter in Gesprächen auf Thema konzentriert, Familie Vater Geplänkel, welches aber meist nett war, wenn nicht gerade schlafende Hund geweckt wurden und alte Wunden aufgerissen
Erlebnis der Schönheit in Tochter der Cousine seiner Mutter (jedoch ganz ohne Eros) im Hause Mountbracken
In Campbell nahm jeder Junge genau den Platz ein, den er sich durch seine Fäuste und seine Gewitztheit erringen konnte. Leider kein Rückzugsraum. Bei Lehrer namens Octie, Sohrab gelesen, der Gefühl eines leidenschaftlichen, stillen Schauens von Dingen in weitester Ferne hinterließ
Kap. 4: Ich erweitere meinen Horizont
Jan. 1911 als Zwölfjähriger mir seinem Bruder nach Wyvern auf eine Preparatory School
Chartes war ganz anders als Oldies Schule - dort begann Lewis eigentliche Schulbildung
Wyvern heilte L.´s Groll gegen England
In Chartes fand L.´s seine ersten echten Freunde.
"Doch dort widerfuhr mir auch noch etwas weitaus Bedeutenderes: Ich hörte auf, ein Christ zu sein.":
A) Den Anfang machte die Hausmutter C., indem sie L.´s mit der Vorstellung von Engeln u.ä. konfrontierte; die Vorstellung, "daß es tatsächlich wirkliche Wunder rings um uns her geben könnte, daß die sichtbare Welt nur ein Vorhang sein könnte, der gewaltige Bereiche verhüllte, von denen meine sehr schlichte Theologie sich nichts träumen ließ. à das setzte in mir etwas in Gang, das mir seither immer wieder einmal reichlich Schwierigkeiten bereitete - das Verlangen nach dem Übernatürlichen als solchem, die Leidenschaft für das Okkulte." - "Nicht jeder leidet an dieser Krankheit." - "Es ist eine geistliche Begierde."
B) Miss C. löste unbewußt den gesamten Bezugsrahmen des Glaubens von L. auf - der Mantel des Okkultimusses legte sich um sein Glaubensbekenntnis: NICHT MEHR: "Ich glaube", SONDERN: "Man hat das Gefühl". à Abendzwielicht des "höheren Denkens", wo nichts befolgt oder geglaubt werden mußte außer dem, was entweder tröstlich oder erregend war.
Das stellte eine Erlösung für L. dar, denn er war bereits verzweifelt begierig, seine Religion loszuwerden, weil er gelernt hatte, die Gebet, die er sprach genügend zu überdenken worauf sich ein falsches Gewissen meldete, welches fast immer die Gebete in Frage stellte. L. führte daraufhin den Maßstab das Muster der "Verwirklichung" ein, welches bei jedem Gebet erfüllt sein mußte, aber natürlich nie erreicht werden konnte. Dies wurde zur Qual (einschließlich des daher kommenden Schlafentzuges). à "Diese lächerliche Last falscher Pflichten im Gebetsleben lieferte mir natürlich ein unbewußtes Motiv für den Wunsch, den christlichen Glauben abzuschütteln."
Gleichzeitig oder wenig später entstanden aber auch bewußte Zweifel.
C) Aus der Lektüre der Klassiker. Hier, besonders Vergil: "Der allgemein akzeptierte Standpunkt schien zu sein, daß Religionen normalerweise nichts las ein Potpourri des Unsinns seien, wobei freilich unsere eigene als glückliche Ausnahme vollkommen wahr sei."
D) Dazu kam ein tief eingepflanzter Pessimismus, herrührend wohl von der Ungeschicklichkeit seiner Hände und dann natürlich noch vom Tod seiner Mutter; ferner von seiner durch seinen Vater geprägten Vorstellung, daß das Erwachsenenleben nur Mühe und Arbeit ist, um nicht ins Armenhaus zu kommen.
à Zwei Dinge hielten sich die Waage bei L.:
1. Das Argument Lukrez für den Atheismus (nach L. "gewiß das stärkste von allen"):
Von Gott erschaffen scheint uns nicht die Welt,
Sonst wär´ es nicht so schlecht um sie bestellt.
= ‚Beweis aus der Unzweckmäßigkeit'
2. Seine okkulten Phantasien und der damit einhergehenden Befreiung.
"Gemeinsam war beiden Gedanken nur das eine, daß sie beide Front gegen das Christentum machten. Und so wurde ich Schritt für Schritt, mit Schwankungen, die ich heute nicht mehr nachzeichnen kann, zu einem Abtrünnigen, der seinen Glauben ohne ein Gefühl des Verlustes, sondern mit der größten Erleichterung von sich abfallen ließ."
Aufenthalt in Chartres von 1911 - 1913.
2 Hauptteile dieser Zeit: 1. Weggehen eines beliebten Lehrers und von Miss C. 2. Das Kommen des jungen und frisch von der Universität seienden Lehrers Pogo:
"Inzwischen ging, Seite an Seite mit dem Verlust meines Glaubens, meiner Tugend und meiner Schlichtheit, noch etwas ganz anderes vor sich (s. Kap. 5 = Renaissance; wohl Wagner etc.).
Kap.5: Renaissance
Die echte Freude (im Unterschied zum Vergnügen) ist aus seinem Leben verschwunden, durch die Worte Siegfried und die Götterdämmerung brach sie sich neue Bahn. Illustrationen von Arthur Rakcham, das rein Nordische umhüllte Jack, Erinnerung an Balder, Bewußtwerden, daß sie zu der gleichen Welt gehören mußten.
Ohne viel Wissen, Bücherweise Reime, merkt irgendwann, daß ihm Ausdrücke fehlen, um nicht nur etwas auszusagen, sondern auch etwas anzudeuten. (Lernprozeß, was Schreiben bedeutet).
Asgard und die Walküren erscheinen ihm unvergleichlich wichtiger als alles andere in seinem leben.
Hingabe, Zitat S.96
durch Bücher wird Natur selbst zum Medium der Freude
Vom ersten Moment an (Siegfried und die Götterdämmerung) zwei Leben: a) Reales und b) Imaginatives
Kap. 6: Bloodery
Nach Chartres kam Lewis in das Wyvern College, nachdem er 1913 ein Stipendium erlangte.
Extremer "sozialer" Aufstieg
Bloods
Coll- Präfekt/ Blood/ Punt/ Dirne oder ein
Haus- Präfekt/ ... (punt = eine unbeliebte Person).
Lewis haßte die Sportspiele.
Fuxendienst à ..., daß ich im Laufe der Zeit eine Abneigung gegen das System des Fuxendienstes entwickelte, denn L. war durch und durch müde.
"Denn Sport und Galanterie waren die einzigen Themen, und ich machte mir aus beiden nichts. Doch ich mußte so tun, als ob ich mit etwas daraus machte, denn schließlich geht ein Junge genau zu dem Zweck auf eine Public School, um zu einem normalen, vernünftigen Jungen gemacht zu werden - zu jemandem, der sich gut einordnen kann - und um von sich selbst abgelenkt zu werden; und Exzentrizität wird streng bestraft."
"Während meine Müdigkeit in Körper und Geist immer mehr zunahm, fing ich an, Wyvern zu hassen." à der wirkliche Schaden aber war, daß er zu einem intellektuellen Snob wurde.
Kap.7: Licht und Schatten
Bleibt in Wyvern zuerst vor der Allgemeinen Einbildung bewahrt, da er nicht wußte, wie toll Shaw war, sondern ihn lediglich aus Interesse las.
Leider irgendwann mein Geschmack = unser Geschmack guter Geschmack Verachtung für die die den Geschmack nicht teilen.
Wird zum Snob, zum Schöngeist (129)
Homosexualität greift ihn nicht an, ist auch sicherlich nicht das schlimmste übel der Schule gewesen. Schlimmer waren die Frondienste der jüngeren und die Überheblichkeit der Bloods Segnungen
Smewgy, Klassenlehrer
behandelte Schüler als Gentlemen, und sie benahmen sich auch so, weckte Begeisterung für Literatur
Schulbibliothek, Zufluchtsort vor Frondiensten, leider ständig überlaufen.
Kap. 8: Befreiung
Unterscheidet zwischen "äußerem Leben" und seinem "inneren Leben"; diese Dualität fand auch in der Geschichte seines Lebens zu Hause statt.
"Die klassische Periode unseres Jungenalters ging zu Ende."
Sein Vater besaß die Gabe, das meiste Gesprochene mißzuverstehen und Gespräche, die aneinander vorbeigingen, zu führen.
Sein Vater wollte seinen Söhnen ein Freund sein. à Behinderte so die Freiheit seiner Söhne. Lewis war froh, wenn er wieder zur Arbeit ging.
Sein Bruder war ein begeisteter Wyvern Schüler, Lewis nicht, so daß die Lage zwischen beiden sehr gespannt war.
Kam noch hinzu, daß L.´s Bruder immer mehr Schwierigkeiten mit seinem Vater bekam.
"Nun, da ich nach Wyvern und mein Bruder zu einem Tutor gegangen war, der ihn für die Militärakademie in Sandhurst vorbereiten sollte, trat eine Veränderung ein" (s.o.).
"Bei diesen unseligen Debatten befand ich mich in einer höchst unerfreulichen Position (also zw. seinem Vater und seinem Bruder)." à größter Glücksfall ergab sich daraus: "Der Tutor meines Bruders (= Mr. Kirkpatrick) in Surrey war einer der ältesten Freunde meines Vaters."
(S.157)"All diese Faktoren drängten ihn zu der Entscheidung, die er nun traf." à Lewis wurde von dem Wyvern-College genommen und zu Mr. Kirkpatrick geschickt.
Daneben kam noch der Nachbarsjunge Arthur in Lewis Leben: "und entdeckten in einem Schwall von Fragen, daß wir nicht nur dasselbe liebten, sondern auch dieselben Teile darin und auf dieselbe Weise; daß wir beide den Stich der Freude kannten und daß auf uns beide der Pfeil aus dem Norden abgeschossen war."
(den ersten Freund zu finden) "ist ein ebenso großes Wunder (den Romanschreibern zum Trotz) wie die erste Liebe, oder sogar ein größeres."
1. Weltkrieg; Lewis bei Mr. Kirkpatrick in Great Bookham in Surrey.
Kap.9: Der große Knock
Zitat S.163
Wenn je ein Mensch annähernd so etwas war wie ein rein logisches Wesen, dann war es Kirk.
Aber auch schon vor Kirk waren Atheismus und Pessimismus voll entwickelt in der Zeit, Munition zur Verteidigung des Standpunktes Humor. Bitteres und Lustiges gleichzeitig, großer Lehrer
Kap. 10: Fortunas Lächeln
"Zur gleichen Zeit, als ich von Wyvern nach Bookham wechselte, tauschte ich auch meinen Bruder gegen Arthur als hauptsächlichen Gefährten."
"Von 1914 bis 1916 wird er (sein Bruder) zu einer Gestalt, die ... ."
"Da mein Bruder im Royal Army Service Corps war, das damals als ungefährlicher Einsatzbereich galt, hatten wir nicht soviel Angst um ihn, wie sie die meisten Familien zu jener Zeit erleiden mußten."
Wieder zu Arthur: Trotz der einen Interessenüberlagerung (Mystik) waren sie unterschiedlich genug, um sich gegenseitig weiterhelfen zu können.
1. Arthur war Komponist und Maler.
2. "In literarischen Dingen beeinflußte er mich stärker oder zumindest nachhaltiger als ich ihn.
2.1 Arthur gab L. seine Vorliebe für die klassischen englischen Romane weiter, die L. zuvor gescheut hatte. "Unter Arthurs Einfluß las ich in dieser Zeit das Beste von Waverley, alles von den Bronts und alles von Jane Austen."
2.2 "Diese Liebe zum ‚Heimeligen' beschränkte sich nicht auf die Literatur; er hielt auch draußen in der Natur danach Ausschau und lehrte mich, dasselbe zu tun." Lewis mochte vor allem die Weite, Entfernungen. Arthur lehrte ihn jedoch auch auf ganz unbedeutende Dinge zu achten (wie z.B. Kohlfelder).
Ausgiebige Beschreibung der Gegend, in der Lewis groß wurde.
"Ich rechne es mir als Glück an, daß mein Vater kein Auto hatte, während die meisten meiner Freunde eines hatten und ... ." "Der zutreffendste und schrecklichste Anspruch, der für moderne Transportmittel erhoben wird, ist, daß sie ‚Entfernungen zunichte machen'".
"Doch am besten gefiel es uns, wenn das Heimelige und das Nichtheimelige sich in scharfer Gegenüberstellung begegneten;"
In Irland gab es keine Wehrpflicht. Trotzdem hat sich Lewis dazu entschlossen, Wehrdienst zu leisten. (Gründe s. S. 191-193: "Also ignorierte ich den Krieg in einem Maße, das manche Leute schändlich und andere unglaublich finden werden." ... "Ich bleibe dabei, daß es eher ein Vertrag mit der Wirklichkeit war, die Festlegung einer Grenze.")
"Ich war glücklicher als je zuvor." s. S.193 (Er mußte z.B. nicht mehr auf Tanzveranstaltungen gehen und durfte sie ablehnen.)
"Meine Beziehung zu meinem Vater erklärt (ich sage nicht entschuldigt) teilweise eine der schlimmsten Handlungen meines Lebens." à Lewis lies sich konfirmieren. "Die Feigheit trieb mich zur Heuchelei und die Heuchelei zur Blasphemie."(S.195)
"All dies hätte ich natürlich eher in Kauf nehmen sollen als die Tat, die ich beging."
"An den Wochentagen bekam ich immer noch meine volle Ration Einsamkeit."
"Die langen Stunden in dem leeren Haus verbrachte ich genußvoll mit Lesen und Schreiben. Ich steckte nun mitten in den Romantikern. Damals hatte ich (als Leser) eine Demut an mir, die ich nie wieder zurückgewinnen werde. Manche Gedichte... ." (S.197)
"Doch mein großer Autor in jener Periode war William Morris."
"Das Wachstum meiner neuen Vorliebe zeigt sich in dem Moment,..., daß die Buchstaben WILLIAM MORRIS allmählich einen mindestens ebenso mächtigen Zauber auf mich ausübten wie WAGNER."
Kap.11: Schach
Beschreibung des Zustandes:
Freude über nordische Mythologie verschwindet, kommt unentdeckt im Sehnen nach der Freude wieder (Wollen ist gleich Haben und umgekehrt).
"Ich glaube, daß alle Dinge auf ihre Weise himmlische Wahrheit widerspiegeln, nicht zuletzt auch die Imagination.
S.204 Zitat
Statt dessen Begierde wieder auf Erlangen der Freude gelegt. Falsche Beute: Sexualität.
Begeisterung für das Okkulte, aber Bewahrung
"[...]alles was gut ist, ist imaginär, alles was real ist, ist böse".
Zitat 208: Ausgang, Haß Autorität, das ist meine Sache
Zitat 211
Yeats und andere Dichter, die nicht christliche, aber ausgesprochen antimaterialistisch
Bester Schutz vor Okkultismus war Bekanntheit mit dem Wesen der Freude
Phantastes: Heiligkeit, In jener Nacht wurde in einem gewissen Sinne meine Imagination getauft
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